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Schwester Anke Felicitas Böckenförde MMS

 

Geboren 1970 in Georgsmarienhütte

Ewige Profess: 25. September 2010

Tätigkeitsfeld:

· Armutsmedizin. Konkret als Ärztin mit psychisch kranken Menschen unterwegs in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Suchtstation) und in der Elisabeth-Strassenambulanz in Frankfurt (Psychiatrische Sprechstunde für wohnsitzlose Menschen).

Warum MMS?:

· Ich freue mich an meiner Berufung: Schon als Kind sehnte ich mich danach, "Missionsärztin" für die Menschen zu sein, zu denen kein Arzt hingeht. Die Ordensfrau Dr. Ruth Pfau inspirierte mich, Nachfolge Jesus zu leben mit der Sehnsucht: „in Gott einzutauchen und neben einem Armen wieder aufzutauchen“.

· Seit meiner ersten Begegnung mit den Missionsärztlichen Schwestern fühlte ich mich vom  Charisma der Heilung und dem ganzheitlichen Ansatz von Heilung angezogen.

· In der Elisabeth-Straßenambulanz erlebe ich wie ich an den Bruchstellen der Gesellschaft herausgefordert bin, die Verbindung von kontemplativem und aktivem Leben, nicht hinter Klostermauern sondern im "Pulsschlag des Lebens" zu suchen und gerade dort Gottes heilende Gegenwart zu entdecken.

· Letztlich hat mich meine Beziehung zum menschgewordenen Gott und die eigene Erfahrung Seiner heilenden Kraft inmitten von Verwundung dazu geführt, um Aufnahme in den Orden zu bitten.

Was bedeutet mir ein Leben in Gelübden?

Die Gelübde sind für mich Wegweiser zu einem „Mehr an Leben“ auf meinem Lebensweg in den Spuren Jesu, des verwundeten Heilers. In den Spuren von Jesus dem verwundeten Heiler entdeckte ich in meinem Beruf neu die Suchtkranken und begleite sie in ein Leben ohne Suchtstoffe. Mein Beruf sieht die Sucht und Entgiftungsart, meine Berufung öffnet mir die Augen für den ganzen Menschen: mit der Sehnsucht und der Sucht; mit dem Kaputten und dem Heilen, mit seiner Würde als Einheit von Geist, Körper und Seele, von Gott gewollt, geliebt und unverwechselbar. Diese  „Armen unserer Zeit“ lehren mich, die Gelübde neu auszubuchstabieren:

In Armut: Das Leben so anzunehmen, wie es wirklich ist. Das heißt für mich: in aller Vergeblichkeit das Leben zu wählen -ohne Lösungen zu haben- und auf Gottes Wirken im Einsetzen aller Kräfte zu vertrauen. So erfahre ich immer wieder, Gott heilt, nicht ich.

Im Gehorsam: Auf Gottes Wort und auf Jesus  zu hören, von dem ich glaube, dass Er an meiner Seite geht. Auf die Kranken hören. Auch in ihnen ist Gott vernehmbar.

 In Ehelosigkeit: Das Leben zu leben in Liebe zu den Menschen und zu ihrem Schöpfer, von dem ich glaube, dass er jeden Menschen ins Leben geliebt hat, egal welcher Nation, ob reich oder arm, krank oder gesund.

Anke Felicitas Böckenförde MMS
© meinhardt.info