
Präsenz im Ostteil der Stadt
Unsere Präsenz seit 1992 im Ostteil der Stadt Berlin bedeutet Konfrontation mit jüngster Vergangenheit sowie mit Fragen, Zweifeln und Wunden, die Menschen in sich tragen.
Mehr als 90 Prozent der Menschen, die in unserer Umgebung leben, sind nicht konfessionell gebunden und religiös indifferent. Gemeinsam mit Marzahn-Hellersdorf nehmen die Stadtteile Hohenschönhausen und Friedrichsfelde in der jüngsten Sozialanalyse in fast allen Bereichen einen der letzten Plätze ein. Armut, Einsamkeit und verschiedene Formen von Gewalt als unübersehbare Folge eines neoliberalen Wirtschaftssystems und als Ausdruck einer sich weitenden Schere zwischen Arm und Reich erleben viele Menschen hier als Grenze einer freien Entfaltung.
Der Ostteil der Stadt ist noch immer ein problematischer Standort und Brennpunkt. Da wir unsere Mission als eine Umfassende begreifen, ist auch das Engagement in den beiden westlichen Stadtteilen Neukölln und Marienfelde von wesentlicher Bedeutung. Soziale und interkulturelle Probleme in diesen zwei multikulturellen Teilen der Stadt bestimmen dort das Zusammenleben der Menschen. Zwei unserer Schwestern arbeiten in diesen beiden Stadtteilen. Unser Lebensraum und ein großer Teil unserer heilenden Präsenz befinden sich jedoch im Ostteil der Stadt.
Heilende Präsenz
Wir sind mit Menschen auf dem Weg, die sich am Rande der Gesellschaft erfahren. Wie können wir unseren Alltag mit dem der Menschen hier verbinden? Wie geben wir ihm gemeinsam eine lebendige Farbe und schöpferische Kraft?
In unserer Lebensberatungsstelle mit dem Schwerpunkt für sozial benachteiligte Frauen in Lebenskrisen bieten wir fachliche Begleitung an. Musik- und Gestalttherapie sowie Logotherapie und Existenzanalyse sind wesentliche Elemente, mit denen wir arbeiten.
Wir wollen Menschen in ihrer körperlich-seelischen Ganzheit begreifen, begleiten und unterstützen. In Form von sozialtherapeutischer Begleitung und Förderung von Menschen mit Behinderung, auch als Lehrerin für Sonderpädagogik, sowie durch Zahnmedizin u.a. medizinische Berufe kommen wir unserer Mission nach.
Wir zeigen z.B. durch Körperarbeit und Seminare wie Heilende Klänge, Qi Gong etc. alternative Heilungswege auf, die sich sowohl an Hilfesuchende richten als auch an Menschen, die in verschiedenen Heilberufen tätig sind.
Spiritualität und Heilung
Professionell drückt sich die Verbindung von Spiritualität und Heilung in unseren verschiedenen spirituellen und psychologischen Angeboten aus.
Wir bieten in unseren zwei Gruppen in Marzahn-Hellersdorf Raum und Zeit für spirituell suchende Frauen. Wir laden ein zur Liturgie in einer Gender-gerechten Sprache und mit frauenspezifischen Themen (Wie erlebe ich mich, meine Spiritualität, meine Rolle als Frau in dieser Gesellschaft?)
Gelebte Schöpfungsspiritualität durchzieht unser Gebet und unseren Austausch.
Wir bieten Exerzitienbegleitung an.
Wir möchten über kreative Impulse und Angebote auch die Musik als spirituellen Erfahrungsraum erfahrbar machen sowie die eigenen Potentiale in jeder Person fördern.
Interkultureller Dialog zwischen Ost und West
Wir möchten über unsere Lebensweise und Arbeit eine Brücke zwischen Ost und West schlagen, sowie interkulturelles Zusammenleben zwischen Deutschen aus Ost und West gestalten. Empowerment ist eines der wichtigen Ziele unserer Arbeit. Das heißt für uns Hoffnung stärken und Kreativität aktivieren bei allen Menschen und in allen Gruppen mit denen wir unterwegs sind. Eine von uns arbeitet als Seelsorgerin in einem Seniorenheim im Berliner Umland.
Engagement für soziale Gerechtigkeit
Wir arbeiten in Organisationen wie Oikokredit, WEED, Südwind mit und engagieren uns bei der Pax Bank für Ethisches Investment.
Ebenso entscheidend für unsere Mission der Heilung ist die Mitarbeit in kirchlichen Gremien wie im Pastoralrat, in der Frauenkommission, im Verein Frauenseelsorge in den deutschen Bistümern, im Ökumenischen Forum Christlicher Frauen in Europa, im Ökumenischen Rat des Erzbistums Berlin, in verschiedenen Ordensgremien und Veranstaltungen, im Diözesanvermögensverwaltungsrat sowie das Engagement in der Erzdiözese Berlin im Referat für Menschen mit Behinderungen. Eine von uns arbeitet auch in der Gedenkstätte Ravensbrück mit.
Offene Kommunität und Ausbildung
Wir, die Missionsärztlichen Schwestern, verstehen uns als eine offene Kommunität. Die Pflege eines eigenen und gemeinsamen Freundeskreises ist uns sehr wichtig. Die Integration von kanonischen als auch assoziierten Mitgliedern sowie die Einbindung von Frauen aus anderen mittel- und osteuropäischen Ländern sind möglich. In regelmäßigen Abständen treffen sich unsere Berliner Gruppen und Assoziierten zum Austausch über Leben und Mission jeder Einzelnen.
Die Berliner Kommunität ist auch ein Ort, wo Frauen mit leben können, um das Leben in unserer Gemeinschaft kennen zu lernen. Dabei werden sie auf ihrer Suche begleitet, können hier eintreten oder sich als Assoziiertes Mitglied anschließen. Zurzeit sind wir 5 Schwestern und 2 weitere in der Einführungszeit ins Ordensleben. Mit uns auf dem Weg sind 4 Assoziierte Mitglieder und eine Frau in der Phase des Kennenlernens.
Missionsärztliche Schwestern
Aurikelweg 11
12683 Berlin
Tel.: 030 / 93 33 281
Fax: 030 / 93 49 47 15
E-Mail: mmsberlin[at]t-online.de
Missionsärztliche Schwestern
Heesestraße 9
12683 Berlin
Tel: 030/92 36 70 56
E-Mail: berlin2mms[at]googlemail.com

Qi Gong-Workshop
Lebensberatungsstelle
Peter-Weiss-Gasse 1
12627 Berlin
Aurikelweg 11
12683 Berlin

Aurikelweg 11
12683 Berlin
